Flüssig mit sicherer Hand und trockenem Witz trägt Christoph Keller seine Geschichte vor … der Leser kann beim Lesen seinen Spaß haben.— Neue Zürcher Zeitung
Eine aberwitzig verschachtelte Burleske, eine federleichte, spielerische Satire.— Die Weltwoche
Ein erstaunliches erstes Buch …Dem jungen Schweizer Autor Christoph Keller ist mit seinem Roman Erstling Gulp eine Karriere ein fantasievoller und witziger Einstand in die Literaturszene gelungen … mit einer seltenen Begabung zu Ironie und Satire.— Sankt Galler Tagblatt
Es ist der fein versteckte Humor im trockenen Witz der Christoph Kellers Erstling Gulp so sympathisch macht. Satirisch aufgespießte Alltäglichkeiten gewinnen eine Herzlichkeit, so dass das Schalkhafte ins Ironische hinüberspringt, und das ist in der neuen Literatur äußerst selten.— Ostschweiz
Christoph Kellers Debüt, 1988 erstmals erschienen, ist eine bissige Satire zum Thema Medien und Erfolg.
Egon Vorburger ist ein Star. Sein 13bändiges Werk (Aufzeichnungen des Ekkehard K. Gulp), das er mit zwölf zu Papier gebracht hat, ist ein Bestseller geworden, nicht zuletzt durch eigene Mithilfe. Um das Interesse der Öffentlichkeit auf die Bücher zu lenken, hat er selbst Kritiken verfaßt und sie unter fremden Namen publiziert: Karlheinz Schneck und Otto Schnöd haben das (literarische Meisterwerk) unter die Leser gebracht.
Je größer der Erfolg, desto komplexer aber auch die Probleme. Denn um den Schein zu wahren, muß Vorburger Gulp, Schneck und Schnöd gleichsam zum Leben erwecken. Plötzlich hat er vier Existenzen, deren Alltag nur mühsam zu bewältigen ist. Als Vorburger sich auch noch verliebt, wird die Lage unüberschaubar: Er täuscht sein Verschwinden vor. Aber die Rechnung geht nicht auf, denn Gulp, den es gar nicht gibt, gerät unter Mordverdacht …
Gulp. A Career
Christoph Keller’s debut novel, first published in 1988, is a biting satire about the media and the machinery of success.
Egon Vorburger is a star. His 13-volume magnum opus (The Notebooks of Ekkehard K. Gulp), which he began writing at the age of twelve, has become a bestseller—thanks in no small part to his own promotional efforts. To draw attention to the books, Vorburger writes rave reviews himself and publishes them under pseudonyms: Karlheinz Schneck and Otto Schnöd are the critics who bring this “literary masterpiece” to the reading public.
But the greater the success, the more complicated the problems. In order to maintain the illusion, Vorburger must bring Gulp, Schneck, and Schnöd to life—at least on paper. Suddenly, he is juggling four identities, each with its own increasingly chaotic day-to-day existence. When Vorburger falls in love, things spiral out of control. He fakes his own disappearance. But the plan backfires—Gulp, who doesn’t even exist, becomes a murder suspect…
Flüssig mit sicherer Hand und trockenem Witz trägt Christoph Keller seine Geschichte vor … der Leser kann beim Lesen seinen Spaß haben.
— Neue Zürcher Zeitung
Eine aberwitzig verschachtelte Burleske, eine federleichte, spielerische Satire.
— Die Weltwoche
Ein erstaunliches erstes Buch …Dem jungen Schweizer Autor Christoph Keller ist mit seinem Roman Erstling Gulp eine Karriere ein fantasievoller und witziger Einstand in die Literaturszene gelungen … mit einer seltenen Begabung zu Ironie und Satire.
— Sankt Galler Tagblatt
Es ist der fein versteckte Humor im trockenen Witz der Christoph Kellers Erstling Gulp so sympathisch macht. Satirisch aufgespießte Alltäglichkeiten gewinnen eine Herzlichkeit, so dass das Schalkhafte ins Ironische hinüberspringt, und das ist in der neuen Literatur äußerst selten.
— Ostschweiz
“Christoph Keller presents his story fluidly, with a sure hand and dry wit… the reader is sure to enjoy the ride.”
— Neue Zürcher Zeitung
“A delightfully tangled burlesque, a light-footed, playful satire.”
— Die Weltwoche
“An astonishing first novel… With his debut Gulp. A Career, young Swiss author Christoph Keller makes a witty and imaginative entrance into the literary scene… with a rare talent for irony and satire.”
— St. Galler Tagblatt
“What makes Christoph Keller’s debut novel Gulp so endearing is its subtly hidden humor and dry wit. Satirically skewered everyday absurdities are imbued with a warmth that lets mischief cross into irony—something rarely seen in contemporary literature.”
— Ostschweiz
Die Welt meiner Kindheit beschränkte sich auf die Ortstafel von hinten. Mein Auge rückte unser Haus in die Mitte der Welt, machte es zum Mittelpunkt, gleichzeitiger Bauch zum Grenzpunkt, denn auf der anderen Seite begann die Stadt, die ich nicht liebte.
Diese Welt war klein, doch sie war groß genug für mich. Ich kam ohne die vielen Länder und Kontinente aus, ja selbst ohne die Wiese des Nachbarn.
Ich verließ diese Welt kaum. Und wenn ich sie verließ, war es selten genug mein eigener Wille: die Schule, Arztbesuche, Einkäufe. Jeder Tag, der mich in die Stadt führte, brachte mich auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause. Sogleich tauchte ich in den Wald ein, wo ich die vielen Häuser und die Hektik der Stadt sofort vergaß. Es gab sie damit für mich nicht mehr; und wie kann man sich an etwas erinnern, das es nicht gibt? Die Welt hörte nach dem Böschenwald in unserem Haus auf. Es gab nichts anderes, und das war gut so.
Meine Reiseunlust war noch ausgeprägter als die meiner Eltern: Sie bezog sich nicht nur auf das Bereisen der Erde, was ohnehin nicht infrage kam, sondern umfasste alles, was damit in Verbindung gebracht werden konnte, allem voran natürlich die Namen der Länder und Städte. Auch hier half mir meine Philosophie weiter: Wenn man den Namen eines Landes nicht kennt, kann man es nicht benennen; was man nicht benennen kann, kann man nicht bereisen; daher existiert es nicht, braucht also nicht einmal vergessen zu werden wie die Stadt hinter der Ortstafel.
Allerdings ließen sich nicht alle Namen so konsequent ignorieren wie zum Beispiel Smolensk, mit dem ich glücklicherweise überhaupt nichts anfangen konnte. Ich hatte natürlich schon von Amerika gehört, doch da ist sehr weit weg war, noch weiter als Smolensk, wie ich mir hatte versichern lassen, störte es mich nicht. Außerdem war es die Welt des Films und des Fernsehens, also keine, die man besuchen musste, denn sie wurde einem nach Hause geliefert. Afrika und Asien und noch vieles mehr gab es überhaupt nicht oder nur in den Schulbüchern, die man irgendwie füllen musste, was sich den Autoren dieser Werke auch zugestand. In diesen Schulbüchern konnte man die Kornspeicher der Welt oder deren Baumwollmonokulturen, ihre Tabak- oder Kaffeeplantagen finden, wenn man sie suchte; doch was hatte es für einen Sinn, dort hinzu fahren, wenn es diese Produkte alle in der Stadt zu kaufen gab?
Andere Gebiete, wie etwa Philippi oder Cannae oder Waterloo oder Verdun, wurden als die Schauplätze der Geschichte gepriesen, und Schauplätze der Geschichte sind, das weiß man, immer Schlachtfelder. Da ich eine bestimmte Vorstellung von einem Schlachtfeld hatte und übrigens noch immer habe, lohnte es sich auch nicht, diese Stätten zu besuchen.
Das Geschichts- und das Geographiebuch waren die einzigen Bücher, die mich mit fremden Ländern konfrontierten. Alle anderen las ich aus diesem Grund nicht. Vaters Markensammlung war mir daher besonders verhasst. Ich konnte nie verstehen, dass sich der Mann, von dem ich die Reiseunlust geerbt hatte, Abende und Wochenende lang mit der ganzen Welt in reduzierter Form beschäftigen konnte.
Den größten Schrecken aber jagte mir mein Primarschullehrer Franz Kulik ein. In seiner wöchentlichen Geographiestunde im Rahmen der Realien handelte es sich dreiundvierzig Minuten lang um nichts anderes als um das verhasste Gebiet.
Die Wände des Klassenzimmers waren mit Welt- und Länderkarten, mit Europa-, Strassen- und Fusskarten zugeklebt worden. Franz Kulik hatte aus seinem Zimmer eine Galerie gemacht, in der er, ohne einen einzigen freien Flecken zu lassen, die Sehenswürdigkeiten der Welt vierfarbig oder schwarzweiß aufgehängt hatte. So lehrte uns ein Plakat, dass es auf dieser Erde ein Land gibt, das ausschließlich aus Tulpen und blauem Himmel besteht. Ein anderes zeigte uns, dass der Sandstrand mit Meer, Menschen und Hotels Costa del Sol heißt und dasselbe Sandstrand ohne Meer, Menschen und Hotels Sahara. Einen hohen Wasserstrahl, der aus einem See schießt, nennt man Geneva und einen schiefen Turm Pisa.
Ich verabscheute dieses Zimmer mit den farbigen Plakaten und Landkarten, auf die man zeigen musste, wann immer der Lehrer ein Land oder eine Stadt suchte. Wer Franz Kulik die Antwort schuldig blieb, musste sich in der Ecke unter die Golden-Gate-Brücke stellen oder, war diese schon besetzt, in die gegenüberliegende, unter die Eremitage von Leningrad.
Jede zweite Stunde schreibt der Franz Kulik den Diaprojektor oder den Filmapparat in unser Zimmer und verschleppte uns mit Gewalt in das ferne Bagdad oder nach Alaska, wo es kalt ist und Bären leben. Nie! Nie! so schwor ich mir Stunde für Stunde, würde ich eines der Welt Länder betreten, auf die ich habe zeigen müssen und die ich jedesmal verfehlte. Ich stopfte mir die Ohren mit Watte zu und wartete auf Franz Kulik, der mich wortlos in die Ecke stellte, wo ich mit geschlossenen Augen von meinem Teich im Böschenwald träumen konnte.
Auf diese Weise entstand mein Weltbild. Es störte mich nicht, Budapest zur Hauptstadt Frankreichs zu machen und Frankreich nach Indien zu verlegen. Ich machte vor keiner politischen Verwicklung halt und scheute mich nicht, die Sowjetunion im Osten und die Vereinigten Staaten von Amerika im Westen an die Schweiz grenzen zu lassen. Italien war eine unwesentliche Verlängerung des Tessins und bot gerade genug Platz für den schiefen Turm, Spanien gab es überhaupt nicht, da lag jetzt England, und aus Österreich und den übrigen östlichen Staaten war Russland geworden, denn, wenigstens das hatte ich in meiner Ecke unter der Hermitage Begriffen, Russland ist unermesslich groß.
Die Schuld lag nicht allein bei mir und den Wattekügelchen, die ich mir regelmäßig für die zweite Mittwochstunde in die Ohren stopfte, sondern auch bei meinen Eltern, die meine sträfliche Ignoranz teilten und förderten. Die beschriebene Weltkarte habe ich in einer Realienprüfung am Ende der fünften Klasse, die unsere Kenntnisse der Weltordnung zum Thema hatte, tatsächlich gezeichnet.
Als Franz Kulik mein Prüfungsplatz war, staunte er nicht lange, sondern ließ gleich meine Eltern in die Schule kommen. Er zeigte ihnen mein Weltbild, fand erst einige lobende Worte für meinen Patriotismus und den ausgeprägten Sinn, die Dinge nicht zu kompliziert zu sehen. Er lief dann aber doch noch rot an und beklagte sich bei meinen Eltern.
„Kein einziges mehr hat ihr Sohn gezeichnet, Herr Vorburger!“, entsetzte sich Franz Kulik. „Aber der Weiher im Böschenwald, der ist da!“ Mein Geographielehrer Rang vergeblich um seine Fassung. Vater prüfte unterdessen meine Weltkarte und kam zu dem Schluß, dass sie so schlecht nun auch wieder nicht sei.
„Aber sehen Sie sich das an“, klagte Franz Kulik, „er glaubt, dass Italien zur Schweiz gehört“, und zeigte mit der rechten Hand auf die Stelle meiner Karte und mit der Linken auf den vierfarbigen Touristenstrand, der über Vaters Kopf klebte und Rimini hiess.
„Nach Egon Karte grenzt die Sowjetunion an die Schweiz! Und wo ist Deutschland?“
„Er war noch nie in Deutschland“, sagte meine Mutter.
„Er weiss nur, was er kennt“, sagte mein Vater.
„Er kennt nichts!“, rief mein Geographielehrer.
„Ich werde mit ihm reden“, beendete Vater die Diskussion, und wenn ich mich recht erinnere, hatte noch von Mann zu Mann hinzugefügt. Dann liessen sie Franz Kulik mit seinem zerstörten Weltbild in seinem heilen Geographiezimmer zurück.
„Man müsste wirklich etwas tun“, schlug meine Mutter beim Abendessen vor.
„Ja“, sagte der Vater und verschwand im Dachstock, wo er eine Bibliothek einrichten wollte.
„Vielleicht“, sagte sie beim Frühstück, „sollten wir ihm einen Atlas kaufen.“
„Das sollten wir wohl“, meinte er und verschwand.
Nach dem Mittagessen verkündete meine Mutter:
„Wir werden ihn auf Reisen schicken. Dann lernt er die Welt kennen“, und schenkte ihrem Ehemann eine zweite Tasse Kaffee ein.
„Das scheint mir auch das Beste zu sein“, sagte er liess den Kaffee kalt werden und verbrachte den Rest des Tages im Dachstock, denn es erfordert viel Zeit, eine Bibliothek einzurichten.
So kam es, dass mich niemand auf Reisen schickte. Auch dieses Problem wurde ganz im Sinne der Familien Tradition aus der Welt geschafft: Wir gingen nicht in die Welt, sondern holten sie zu uns. Und zwar in Form von Souvenirs. Es waren jedoch keine Souvenirs im strengen Sinn des französischen Wortes, weil sie mich an nichts erinnern konnten, denn sie wurden uns auf Bestellung aus der ganzen Welt zugeschickt. Der Briefträger brachte uns bald täglich ein verkleinertes Monument aus Plastik und wunderte sich über die exotischen Absender der kleinen Päckchen.
Aber die Akropolis ohne Athen, die Alhambra ohne Granada und der Big Ben ohne London nutzten nicht viel. Die Beziehung des Denkmals zu seinem Ursprung wurde mithilfe einer riesigen Weltkarte hergestellt, die ich auf dem Boden meines Zimmers ausbreitete. Die Neueingänge wurden aufgrund der Kenntnisse meiner Mutter und, wenn diese nicht ausreichend, mit dem Universallexikon in Farbe lokalisiert und auf die Weltkarte gestellt.
Auf diese Weise trat dich jeden Morgen eine kleine Weltreise doch mein Zimmer an. Das ist zwar nicht so umständlich, wie die wirkliche Welt zu durchqueren, doch sind die Gefahren auch nicht so unterschätzen. Ich erinnere mich genau an jenen Tag, an dem ich den Sprung über die Vereinigten Staaten von Amerika nicht schaffte. Mit dem nackten Fuß landete ich auf dem Empire State Building. Das kunstvoll gefertigte Plastik Dach des berühmtesten Hauses von Amerika bohrte sich schonungslos in meinen Fuß, was mich nach der Mutter und diese nach dem Arzt schreien ließ.
Nachdem er dieser das Empire State Building aus dem rechten Fuß entfernt und ihn in einen dicken Verband eingewickelt hatte, musste ich ihm das Versprechen geben Komma das Haus eine Woche lang auf gar keinen Fall zu verlassen. Das hieß, nicht in die Stadt zu gehen, was meine Schmerzen linderte, den Prozess der Heilung aber nur unwesentlich förderte.
Als der Arzt unser Haus verlassen hatte, bauten meine Mutter und ich die Weltordnung wieder auf und fügten die letzte Wochenlieferung hinzu. Das Springen über die Kontinente aber habe ich endgültig aufgegeben. Seither trage ich Hausschuhe und umgehe die Welt mit vorsichtigen Schritten.
So fühlte sich mein Fußboden allmählich mit den Petersdomen und den Marienkirchen, den Kremls und den Weißen Häusern der Welt. In regelmäßigen Abständen trafen die Souvenirs in meinem Zimmer ein. Ich stellte die Pyramiden nach Ägypten, die Uffizien nach Florenz und die Windmühlen nach Holland.
Die Methode meiner Mutter verfehlte ihr Ziel nicht. Bald waren mir die Länder und Städte der Erde geläufig. Ich kannte ihre geographische Lage und wusste wenigstens etwas über jedem größeren Flecken dieser Erde, was mir die Golden-Gate-Brücke des Geographiezimmer ersparte. Und Franz Kulik konnte mich mit gutem Gewissen aus seiner Welt in die wirkliche entlassen.
The world of my childhood ended at the back of the town sign.My gaze placed our house squarely at the center of the world, made it its axis, its navel, its edge—because beyond it began the city, which I did not love.
This world was small, but it was large enough for me. I had no need for many lands or continents—not even the neighbor’s meadow.
I seldom left this world. And when I did, it was rarely by choice: school, doctor’s visits, errands. Every day that took me into the city brought me home again by the fastest route. I would plunge into the woods at once, where I forgot the many houses and the city’s bustle. They ceased to exist—and how can one remember what doesn’t exist? The world ended after the Böschenwald, in our house. There was nothing else, and that was just as it should be.
My aversion to travel was even stronger than my parents’: it didn’t stop at the planet itself—no, it extended to anything associated with travel, above all the names of countries and cities. Here, too, my philosophy served me well: if you don’t know the name of a country, you can’t name it; what you can’t name, you can’t visit; and what you can’t visit doesn’t exist—and therefore doesn’t even need to be forgotten, like the city beyond the town sign.
Of course, not all names could be ignored as effortlessly as, say, Smolensk, which, luckily, meant nothing to me. Naturally I had heard of America, but since it was far away—much farther than Smolensk, I had been assured—it didn’t bother me. Besides, it belonged to the world of film and television, which meant it didn’t need visiting—it was delivered to our door. Africa, Asia, and many other places didn’t exist at all, or only in schoolbooks that needed filling, which one could hardly hold against their authors. In those textbooks one might find the world’s grain silos or its monocultures of cotton, its tobacco and coffee plantations—if one went looking. But what was the point of traveling there, when all these products could be bought in the city?
Other places—Philippi, Cannae, Waterloo, Verdun—were praised as history’s great stages. And as everyone knows, history’s stages are always battlefields. I had a very definite notion of what a battlefield was—and still do—and it didn’t seem worth the trip.
History books and geography books were the only ones that confronted me with foreign lands. I avoided all others for precisely that reason. My father’s stamp collection was therefore especially loathsome to me. I could never understand how a man who’d bequeathed me his travel aversion could spend evenings and weekends engaged with the entire world in miniature.
But the greatest terror came from my primary school teacher, Franz Kulik. His weekly geography lessons, part of “Realien” studies, were 43-minute voyages into a realm I despised.
The classroom walls were plastered with maps of the world and its nations, of Europe, of roads and hiking trails. Franz Kulik had turned his room into a gallery—without a single bare spot—of the world’s wonders, in color and black-and-white. One poster taught us that there is a land consisting entirely of tulips and blue skies. Another showed us that a stretch of sand with sea, people, and hotels is called the Costa del Sol—and the same stretch of sand, without sea, people, or hotels, is called the Sahara. A tall jet of water shooting from a lake is called Geneva. A leaning tower, Pisa.
I loathed this room, with its colorful posters and maps I was forced to point at whenever the teacher named a country or a city. Those who failed to respond were sent to stand in the corner beneath the Golden Gate Bridge. If that spot was taken, the opposite corner—beneath Leningrad’s Hermitage—would do.
Every other class, Franz Kulik wheeled in the slide projector or film reel and dragged us violently off to faraway Baghdad or Alaska, where it’s cold and bears roam.
Never! Never! I swore to myself hour after hour, would I set foot in a single one of those countries of the world I was made to point at—and always missed. I stuffed my ears with cotton and waited for Franz Kulik to wordlessly send me to the corner, where I could close my eyes and dream of my pond in the Böschenwald.
This is how my worldview took shape. It didn’t trouble me to make Budapest the capital of France or to move France to India. I steered clear of no political entanglement and saw no shame in letting the Soviet Union border Switzerland to the east and the United States to the west. Italy was a modest extension of Ticino, just big enough to accommodate the Leaning Tower. Spain didn’t exist at all—England had taken its place. And Austria, along with all the other eastern states, had become Russia.
That much, at least, I’d gathered from my corner beneath the Hermitage: Russia is unimaginably vast.
The blame was not mine alone, nor that of the cotton wads I regularly packed into my ears on Wednesdays. My parents shared—and encouraged—my criminal ignorance. The map I just described? I really did draw it, during a Realien exam at the end of fifth grade—an exam meant to test our knowledge of the world order.
When Franz Kulik saw my test, he didn’t waste time being astonished. He summoned my parents at once. He showed them my worldview, praised at first my patriotism and my rare gift for seeing things simply. But then his face turned red, and he began to complain.
“Not a single sea, Herr Vorburger!” he cried. “But the pond in the Böschenwald—that’s there!” My geography teacher struggled in vain to collect himself. My father examined the map and concluded it wasn’t all that bad.
“But look at this,” Franz Kulik pleaded. “He thinks Italy belongs to Switzerland.” He pointed with one hand to the relevant part of my map, and with the other to the four-color tourist poster above my father’s head. It showed a beach called Rimini.
“According to Egon’s map, the Soviet Union borders Switzerland. And where’s Germany?”
“He’s never been to Germany,” said my mother.
“He only knows what he knows,” said my father.
“He knows nothing!” shouted Franz Kulik.
“I’ll talk to him,” my father said, and if I remember correctly, added something about “man to man.”
And so they left Franz Kulik behind, with his shattered worldview intact in his pristine geography room.
“We really ought to do something,” my mother said over dinner.
“Yes,” said my father, and vanished into the attic, where he was setting up a library.
“Perhaps we should buy him an atlas,” she suggested the next morning at breakfast.
“We should,” he agreed—and vanished again.
After lunch, my mother announced:
“We’ll send him on a trip. That way he’ll get to know the world.” She poured her husband a second cup of coffee.
“That does seem like the best solution,” he said, let the coffee grow cold, and spent the rest of the day in the attic. A library, after all, takes time to build.
And so, no one sent me anywhere. The problem was solved in the traditional family way: we did not go into the world; we brought it to us. In the form of souvenirs. Though they weren’t souvenirs in the proper French sense, since they didn’t remind me of anything. They were ordered and shipped to us from all over the world. Soon the mailman was delivering a new miniature monument almost every day—and wondering about the exotic return addresses on the parcels.
But the Acropolis without Athens, the Alhambra without Granada, and Big Ben without London weren’t much use. To connect each monument to its origin, I spread a giant world map on the floor of my room. New arrivals were located using my mother’s knowledge or, when that failed, with the help of the universal encyclopedia in color.
In this way, I set off on a small world tour every morning—across my room. Not as arduous as crossing the real world, perhaps, but not without dangers. I still remember the day I failed to leap over the United States of America. Barefoot, I landed squarely on the Empire State Building. The artfully sculpted plastic roof of America’s most famous building drove mercilessly into my foot, prompting cries from me for my mother and from her for the doctor.
Once he had removed the Empire State Building from my right foot and wrapped it in a thick bandage, I had to promise not to leave the house for a full week. Which meant, of course, not going into the city. That eased the pain, though it did little to speed the healing.
After the doctor left, my mother and I reassembled the world order and added the most recent shipment. But I never again attempted to jump continents. Since then, I’ve worn slippers and navigated the world with careful steps.
Gradually, the floor of my room filled with the domes of St. Peter’s and St. Mary’s, the Kremlins and White Houses of the world. Souvenirs arrived regularly: I placed the pyramids in Egypt, the Uffizi in Florence, the windmills in Holland.
My mother’s method was not in vain. Before long, I had grown familiar with the nations and cities of the earth. I knew their geography, and had at least someknowledge of every significant patch of land. Which spared me the Golden Gate Bridge in the geography classroom. And allowed Franz Kulik, at last, to release me—with a clear conscience—from his world into the real one.

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