Christoph Keller ist nicht nur ein bekannter Schriftsteller und Theaterautor, er ist auch Rollstuhlfahrer. Seine Autobiografie ist jedoch keine Krankengeschichte, sondern erzählt von einem Vater, der einst ein sehr erfolgreicher Unternehmer war, bald aber Konkurs machte, einer obsessiven Sammelleidenschaft nachging, eine Kunstgalerie eröffnete und seine drei Söhne, die alle an Muskelschwund erkrankten, als Krüppel betrachtete. Eine beeindruckende Lebensreise, die in Sankt Gallen beginnt, bis nach New York führt und den Blick auf die Welt verändert.
Christoph Keller is not only a well-known writer and playwright, he is also a wheelchair user. Yet his autobiography is not a medical case history, but the story of a father who was once a highly successful entrepreneur, only to go bankrupt, develop an obsessive passion for collecting, open an art gallery, and regard his three sons—each of whom suffered from muscular atrophy—as cripples. It is an impressive life journey that begins in St. Gallen, leads all the way to New York, and changes one’s view of the world.
Eine “schmerzliche autobiografische Entwicklungschronik” habe der mit 40 Jahren immer noch junge Schweizer Schriftsteller Christoph Keller mit “Der beste Tänzer” vorgelegt, urteilt Maria Frise. Sprunghaft, wie es sich für einen guten Tanz gehört, sei die erzählerische Verfahrensweise des Autors von Werken wie “Gulp” oder “Wie ist das Wetter in Boulder”, und sie verlange dem Leser manches ab. Anspruchsvoll sind offenbar auch die Inhalte: Keller leidet an spinaler Muskelatrophie, einer unheilbaren Krankheit, “die ihn mehr und mehr abhängig macht von Geräten und der Hilfe anderer Menschen”. Keller schildere nun die Verwandlung seines Vaters in einen alkoholbenebelten Familientyrannen, der seinen Sohn “brutal und verächtlich” einen Krüppel nannte und so die schöne Jugend in der “prachtvollen Sankt Galler Villa” auslöschte. Zuflucht habe sein Sohn in der Literatur gefunden: “Im Schreiben überwindet er Wut, Angst und Ohnmacht, hier findet er sein Gleichgewicht.” Die Härten seines Lebens beschreibe Keller “nicht ohne Bitterkeit, nie jedoch larmoyant”, so die Rezensentin. Gleichwohl bleibe das Überwältigende dessen, was er aushalten musste und muss, immerfort spürbar: “Oft flüchtet er sich in Ironie und Sarkasmus, die Überlegenheit nur vortäuschen. Manchmal redet er von sich als einer dritten Person, um den Schmerz des Verlustes zu mindern.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2004
Rezensent Gieri Cavelty ist beeindruckt von Gelingen dieser “wohl heikelsten Variante des literarischen Spiels mit Identität”: der “belletristische Autobiografie”. Christoph Keller erzählt hier von der komplizierten Beziehung zu seinem Vater, einem manischen Sammler und Alkoholiker, der, nachdem seine Firma Konkurs anmelden musste, nur noch auf dem “Rechtsweg” mit seiner Familie verkehrte. In diese Geschichte sind “autopathografische Passagen eingeflochten” über Kellers Krankheit: der Autor leidet an der erblichen spinalen Muskelatrophie, erklärt der Rezensent. Dennoch ist dieses Buch weder eine “Abrechnung” noch eine “Selbstmitleidsschrift”, so Cavelty bewundernd: Da sei schon die “komplexe Ästhetik” des Werks vor. Keller habe seine Geschichte nämlich “nach musikalischen Regeln gebaut. Die vier Kapitel des Buches entsprechen jeweils den Formteilen des Sonatenhauptsatzes – Exposition, Durchführung, Reprise und Coda”. Auch freut sich Cavelty über Kellers Humor und “sein Faible für komische Situationen”, die trotz der eher deprimierenden Thematik immer wieder aufblitzten.
Neue Zürcher Zeitung, 10.1.2004
Lob für die US-Ausgabe
„Wie alle großen Memoiren ist Der beste Tänzer nicht nur eine kraftvolle Beschwörung einer besonderen Welt, sondern auch ein fesselnder Bericht über den Kampf seines Autors, in dieser Welt so tief und umfassend wie möglich zu leben – ein Kampf, der im Fall von Christoph Keller durch die ihn schon früh heimsuchende körperliche Erkrankung noch beschwerlicher wurde. Als Erzähler mit außergewöhnlichen Gaben lässt Keller Orte und Menschen unvergesslich lebendig werden (allen voran die übergroße Gestalt seines monströs selbstbezogenen Vaters). Letztlich aber ist es Kellers absolute Furchtlosigkeit – sowohl als Künstler wie als Mensch –, die dieses Buch so beeindruckend, ja so inspirierend macht.“
— Harold Schechter, Autor von The Devil’s Gentleman
„Der beste Tänzer ist ein Kraftpaket von einem Buch, die exemplarische Memoire unserer Zeit. Mit seinen Schilderungen einer Kindheit als Schriftsteller; einer komplexen Familienkonstellation (einschließlich eines unvergesslichen, titanischen Vaters); einer frühen, schwierigen Ehe; einer leidenschaftlichen und reifen Liebesbeziehung und zweiten Ehe; einer Suche nach dem Wesenskern des Selbst in schwierigen Zeiten; einer schonungslosen Alltagsdarstellung des Lebens mit einer Behinderung; und einer kompromisslosen Hingabe an das Schreiben als Form der Welterkenntnis – mit all dem überrascht, verblüfft, fesselt und zwingt Kellers Memoire die Leserin auf jeder unerwarteten Wendung. Sicherlich die originellste Verwendung der Memoirenform in der modernen Literatur.“
— Louise DeSalvo, Autorin von Vertigo
„In dieser außergewöhnlichen Memoire entwirft der preisgekrönte Schriftsteller Christoph Keller die Geschichte seines eigenen Lebens und die schwierigen Wege, die er gehen musste: die Abkehr vom ikonenhaften, unsäglich schwierigen Vater und den Aufbruch aus der konservativen Schweiz, um ein neues Leben in Manhattan zu beginnen. Und vielleicht die wichtigste, gewiss aber die schwerste Reise: jene, die wir alle unternehmen müssen, wenn wir die sichere Identität des all-tanzenden, all-skifahrenden Menschen hinter uns lassen und lernen müssen, ein anderes Leben als behinderter Mensch zu führen. Zum ersten Mal zeichnet Keller die Geschichte seines Lebens seit der späten Kindheit nach, als ihm klar wurde, dass er dieselbe fortschreitende Krankheit mit seinen beiden Brüdern teilt. Er beschreibt, wie sehr dies Energie und Selbstverständnis erschöpfen kann und welche Barrieren die Welt für uns errichtet. Es ist keine Identität, die Keller gewählt hat, aber es ist eine, die er heute annimmt. Der beste Tänzer ist die Feier dieses neuen Lebens – eine Geschichte von Liebe und Verlust und vom Loslassen. Wie der beste Roman wird diese Memoire Sie packen und noch lange nach dem Lesen in Ihrem Kopf weiterleben.“
— Lois Keith, Autorin von Take Up Thy Bed and Walk: Death, Disability and Cure in Classic Fiction for Girls(Routledge)
„Eine wunderschöne und kunstvoll verwobene Geschichte des Erwachens. Ein erstaunlich neues Genre fließender Prosa, durchsetzt mit prägnanten und kraftvollen Beispielen, die Kellers klugen Blick auf die gesellschaftliche Reaktion auf Behinderung offenbaren.“
— Simi Linton, Autorin von My Body Politic
Praise for the U.S. edition:
Like all great memoirs, THE BEST DANCER is not only a powerful evocation of a particular world but an utterly engrossing account of its author’s struggle to live in that world as deeply and fully as possible—a struggle made all the more arduous in Christoph Keller’s case by the physical affliction visited on him at an early age. A storyteller blessed with exceptional gifts, Keller brings his places and people to unforgettable life (especially the looming figure of his monstrously self-absorbed father). Ultimately, however, what makes the book so impressive—indeed, so inspiring—is Keller’s absolute fearlessness as both an artist and a human being.
-Harold Schechter, autor of “The Devil’s Gentleman”
The Best Dancer is a powerhouse of a book, the quintessential memoir for our time. With its depictions of a writer’s childhood; a complex family constellation (including an unforgettable titanic father); an early troubled marriage; a passionate and mature love affair and second marriage; a quest for understanding the essential self in a troubled time; a no-holds-barred day-to-day portrayal of living with disability; and a commitment to writing as a way of understanding the world, Keller’s memoir delights, astonishes, captivates, and compels the reader at every unexpected turn of what surely is the most original use of the form of the memoir in modern letters.
-Louise DeSalvo, author of “Vertigo”
In this extraordinary memoir, award winning writer Christoph Keller creates the story of his own life and the difficult journeys he has been forced to take: the break from his iconoclastic, impossibly difficult father and the journey from conservative Switzerland to begin a new life in Manhattan.
And perhaps most important journey of all, certainly the most difficult: the journey made by all of us who have been forced to leave behind the safe identity of the all-skiing, all-dancing individual and learn how to live a different life as a disabled person. For the first time, Keller charts the story of his life since late childhood when he began to realise that he shares a progressive disease with his two brothers. He writes about the toll this can take on your energy and sense of self and the barriers the world creates for us.
It is not an identity Keller chose, but it is one he now embraces. The Best Dancer is a celebration of this new life—it’s a story of love and loss and of leaving things behind. Like the best kind of novel, this memoir will grab you and live in your mind long after you’ve finished reading.
Lois Keith, author of Take Up Thy bed and Walk: Death, Disability And Cure In Classic Fiction For Girls (Routledge)
A beautiful and intricately woven tale of awakening. An astoundingly new genre of fluid prose, interspersed with pointed and powerful examples, revealing Keller’s wise take on the societal response to disability.
Simi Linton, author of My Body Politic
German edition:
Maria Frise judges that with The Best Dancer the still young Swiss writer Christoph Keller, at forty, has presented a “painful autobiographical chronicle of development.” The narrative method—erratic, as befits a good dance—demands a lot from the reader, she notes, just as in Keller’s earlier works Gulp and Wie ist das Wetter in Boulder. The subject matter is equally demanding: Keller suffers from spinal muscular atrophy, an incurable disease “that makes him more and more dependent on machines and the help of others.” He depicts the transformation of his father into an alcohol-soaked domestic tyrant who brutally and contemptuously called his son a “cripple,” thus erasing the joys of youth in the “splendid St. Gallen villa.” The son found refuge in literature: “In writing he overcomes rage, fear, and helplessness; here he finds his balance.” Keller, the reviewer writes, describes the hardships of his life “not without bitterness, but never in a whiny way.” And yet the overwhelming weight of what he had to endure and still endures remains constantly palpable: “Often he takes refuge in irony and sarcasm, which only feign superiority. Sometimes he speaks of himself in the third person in order to lessen the pain of loss.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung, April 27, 2004
Reviewer Gieri Cavelty is impressed by Keller’s success in tackling “the most delicate variant of the literary play with identity”: the “belletristic autobiography.” In The Best Dancer, Keller recounts his complicated relationship with his father, a manic collector and alcoholic who, after his company went bankrupt, dealt with his family only through legal proceedings. Woven into this story are “autopathographic passages” about Keller’s illness: the author suffers from hereditary spinal muscular atrophy, the reviewer explains. Yet this book is neither a “settling of accounts” nor a “self-pitying lament,” Cavelty writes admiringly. On the contrary, it displays a “complex aesthetic.” Keller has constructed his story “according to musical principles. The four chapters of the book correspond to the sections of the sonata form—exposition, development, recapitulation, and coda.” Cavelty also welcomes Keller’s humor and “his penchant for comic situations,” which, despite the rather depressing subject matter, flash up again and again.
Neue Zürcher Zeitung, January 10, 2004
This gave me that precarious Gait
Some call Experience
-Emily Dickinson
Mein Schritt war schwerer geworden, als ich 1979 von der katholischen in die kantonale Schule übertrat. Als habe jemand damit begonnen, meinen Körper mit Gewichten zu behängen, als vertreibe sich einer die Zeit damit, meine Zellen so lange mit einer Flüssigkeit anzufüllen, bis ich nicht mehr würde gehen können. Erst als meine Kraft zum Tennisspielen nicht mehr ausreichte, vermochte ich mir vorzustellen, einmal nicht mehr Tennis spielen zu können; doch nun vermochte ich mir nicht mehr in Erinnerung zu rufen, wie es einmal, vor nur wenigen Monaten, gewesen sein mochte, Tennis gespielt zu haben.
Wie hatte ich das nur gemacht, begann ich mich zu fragen, als zweifelte ich an mir selbst. Ich versetzte mich in Gedanken auf den Tennisplatz zurück, sah den rötlichen, körnigen Boden, sah meine Tennispartnerin auf der anderen Seite des Platzes, sah, wie sie den Ball aufschlug. Ich sah, wie der Ball in der Luft an Geschwindigkeit zunahm, wie er über das Netz auf mich zuflog, sah mich, dem Ball entgegenlaufen, den Schläger heben, doch als ich zum Schlag ausholte, setzte die Erinnerung aus. Denn obwohl ich diese Bewegungen in den vergangenen Jahren so oft gemacht hatte, dass sie mein Körper, mein Muskel- und Nervensystem, verinnerlicht haben musste, sah ich nicht, was danach kam. Weil ich mich nicht daran zu erinnern vermochte, dass ich diese Bewegung vor kurzem noch zu leisten im Stande gewesen war? Natürlich wusste ich, was danach kam. Ohne Zweifel hatte ich den Schläger dem Ball entgegen geworfen und den Schlag gekonnt gekontert – oder, was in letzter Zeit häufiger der Fall gewesen war, den Ball verschlagen. Doch das war nicht die Erinnerung daran, wie ich Tennis gespielt hatte, sondern mein Wissen, wie man Tennis spielte, das ich notfalls bei jedem beliebigen Tennisspiel am Fernsehen hätte auffrischen können.
Was hatte mein Gedächtnis mit meiner Muskelkraft zu tun? War es Vorstellungskraft, welche die Muskeln letztlich dazu brachte, sich zu bewegen; löschte also SMA diese Erinnerung aus? Musste ich mir nur intensiv genug vorstellen, mich an jede meiner Bewegungen möglichst genau zu erinnern, um wieder Tennis spielen zu können? Gab es Gedächtnisstränge, die Muskelsträngen entsprachen? Waren Muskeln erinnerte Bewegungen, der Ursprung von Muskeln Erinnerungen? Gab es so etwas wie ein Muskelgedächtnis?
Bevor ich den Schläger im Schrank unter der Tasche mit meinen Pfadfindersachen, meinen Primarschulheften und den Steinheften, in die ich meine ersten Geschichten geschrieben und gemalt hatte, vergrub, versuchte ich in meinem Zimmer die Bewegungen nachzuahmen, die ich vor kurzem noch so gut beherrscht hatte. Ich holte aus, um einen fiktiven Ball zu schlagen, doch etwas ließ mich kurz vor dem fiktiven Aufprall des Balles auf meinen allzu realen Schläger innehalten. Es war dasselbe Zögern – ein Mangel an Muskelmut? –, das ich auch in meiner Vorstellung gespürt hatte. Es gelang mir nicht, mit meinem Vorstellungsvermögen gegen meinen Verlust an Kraft anzukommen, und daraufhin – seither – setzte auch die Erinnerung an diese Bewegungen aus.
So wenig, wie ich mir nicht mehr vorstellen konnte, was einmal gewesen war, konnte ich mir vorstellen, was einmal sein würde. Ich sah, dass Mix mittlerweile zehn Minuten für die zwanzig Stufen, die in den oberen Stock führten, benötigte und während der Pausen, die er auf den beiden Treppenabsätzen machen musste, in einem Buch las, das er deshalb bei sich trug. Mir war nicht entgangen, dass Puck, der um diese Zeit mit seiner Freundin zusammen wohnte – es war nicht leicht gewesen, ein Gebäude zu finden, dessen Fahrstuhl ebenerdig von der Tiefgarage zu erreichen war –, die Eingangsstufen nur noch mit Mühe schaffte und den oberen Stock vermied. Ich griff selbst immer häufiger nach dem Geländer, um mit noch unverminderter Geschwindigkeit die Treppe hochsteigen zu können. Auch über mich hatte Louis Feller unmissverständlich deutlich sein Urteil ausgesprochen. Und doch vermochte ich mir nicht vorzustellen, dass ich eines Tages Treppen so langsam und umständlich wie meine Brüder hochgehen würde, geschweige denn, dass ich eines Tages überhaupt nicht mehr in der Lage sein würde, auf meinen eigenen Beinen in meinem Zimmer im oberen Stock würde gehen können.
Translated by Alison Gallup
This gave me that precarious Gait
Some call Experience
-Emily Dickinson
By the time I changed from the Catholic to the cantonal school in 1979 my steps had become heavier. As if someone had started hanging weights on my body, as if somebody were passing the time with filling my cells with liquid until I wouldn’t be able to walk anymore. Only after I no longer had sufficient strength to play tennis was I capable of imagining no longer being able to play tennis one day. Yet now, I was no longer capable of recalling what it may have been like once, only a few months ago, to have played tennis.
How on earth had I ever done that? I started to ask, as if I had doubted myself. I thought back to the tennis court, saw the reddish granular surface, saw my tennis partner on the other side of the court, saw how she served the ball. I saw how the ball gained speed in the air, how it flew over the net towards me, saw myself as I ran to meet it, bringing my racket back. But as I readied to take a swing the memory broke off. For although I had made these movements so often in the past years that my body—my muscle and nervous system—must have internalized them, I didn’t see what came next. Perhaps I wasn’t capable of remembering that I had quite recently still been able to perform this movement? Of course, I knew what came next. No doubt I had walloped the ball with my racket and masterfully countered the shot—or, what had been more frequently the case of late, had misplayed the ball. But that wasn’t the memory of how I had played tennis but rather my knowledge of how tennis was played, which (if need be) I could have refreshed by watching any old tennis match on television.
What did my memory have to do with my muscular strength? Was it powers of imagination that ultimately made muscles move? Did SMA blot out this memory? Did I merely have to have a powerful enough imagination and remember each of my movements as accurately as possible to be able to play tennis again? Were there memory cords that corresponded to muscle cords? Were muscles remembered movements? Were the origins of muscles memories? Was there something like a muscle memory?
Before burying my tennis racket in the closet under the bag with my Boy Scouts stuff, my elementary school notebooks, and the exercise books in which I had written and illustrated my first stories, I tried to mimic the movements I had mastered so well only a short while before. I swung back to hit an imaginary ball but something stopped me just prior to the imaginary impact of the ball on my very real racket. It was the same hesitation—a lack of muscular courage?—I had also sensed when I imagined the movement. My powers of imagination were no match for my loss of strength and as a result—since then—the memory of these movements has also sat on the sidelines.
As little as I was no longer able to imagine what had once been, was I able to imagine what was to come. I saw that Mix now needed ten minutes for the twenty steps that led upstairs; during the breaks he was forced to make on both of the landings, he read a book he carried with him specifically for this purpose. I hadn’t failed to notice that Puck, who around this time was living with his girlfriend (it hadn’t been easy to find a building with an elevator), now only managed the front steps with effort and avoided the upstairs. I myself reached more and more frequently for the banister to be able to take the steps at a still undiminished speed. Louis Feller had also pronounced his judgment on me, clearly and unmistakably. And yet, I wasn’t capable of imagining that one day I would go up stairs as slowly and awkwardly as my brothers, let alone that I would one day simply no longer be able reach my room on the second floor on my own two legs.